Martin Schulz?

Lynx hat es nicht so sehr mit der SPD. Als geborenem intellektuellen Einzelgänger sind die Genossen nicht recht sein Milieu. Aber erst recht ist ihm das Wolfsrudelhafte der AfD ein Dorn im Auge. Und alles was dienlich ist, dieses Wolfsrudel auseinanderzutreiben, verdient Unterstützung.

Mag sein, dass Lynx in seiner Einschätzung völlig daneben liegt, die bisherige Lektüre etlicher Zeitungskommentare deutet darauf hin. Dennoch sagt ihm sein Bauchgefühl, dass Schulz es richten kann. Es wäre ihm zuzutrauen, dass er zahlreiche an die AfD verlorene Schäflein zur SPD und damit in den nicht-destruktiven Teil der Gesellschaft zurückholt, weg vom Wolfsrudel.

Das werden wir nicht umsonst bekommen. Zusammenhalt kostet. Uns alle. Und die Wirtschaft und die sehr Vermögenden, die vom bisherigen Gang der Dinge übermäßig  profitieren, muss es noch ein wenig mehr kosten. Wir reden da von Milliarden.

Doch besser wir transformieren diese Milliarden dahin, wo sie hingehören, nämlich in die Taschen des gebeutelten Wahlvolks (gemeint ist damit auch und v.a. in bessere Bildung, Infrastruktur, Arbeitsverhältnisse und Gehälter in den unteren Lohngruppen), als damit die Mäuler der gierigen AfD-Bonzen zu füttern. Denn die leben ja letztlich davon, wenn nichts sich ändert, nichts „besser“ wird. Das ist ihr Geschäftsmodell.

Eine Vermeidung dieser (vermeintlichen) Mehrausgaben bringt uns nur noch mehr verbalen Dreck und gesellschaftliche Spaltung. Signale aus der Wirtschaft, gerade aus dem Mittelstand, der für die Mehrheit der Arbeitsverhältnisse steht, kommen zuhauf, dass man an dieses Thema ran muss. Warum Schäuble sich ewig ziert, ist unverständlich.

Hier kann Schulz einhaken und das sollte er schnell und mit Entschlossenheit tun. Ist nur so ein Gedanke…

Ergänzung vom 29.01.17

Im aktuellen Politbarometer des ZDF zeigt Schulz also schon Wirkung: plus 3% für die SPD, minus 2 % für die AfD. Oder anders ausgedrückt, damit es deutlicher wird: bezogen auf den jeweiligen Ausgangswert ist nach Schulz‘ Nominierung das Interesse an der AfD schlagartig um rund 15 % zurückgegangen, das an der SPD um diesen Wert gestiegen. Das ist doch eine Ansage. Und Schulz haut tatsächlich in die oben skizzierte Kerbe: Gerechtigkeit als Thema und Einsatz für die Leute, die „den Laden am Laufen halten“ will er in den Mittelpunkt rücken. Weiter so, und zwar bitte klar, deutlich und mit Konzept unterlegt. Dann wird das schon.

Update 05.02.2017

Dass die SPD in kürzester Zeit an die 30 % erreicht und Schulz im Nu die Kanzlerin in der Wählergunst hinter sich lässt: das war so nicht zu erwarten. Aber auch die Süddeutsche  schliesst sich jetzt Lynx‘ Sichtweise an und Alexander Hagelüken hat wohl oben abgeschrieben? (Bisschen Eitelkeit muss sein): Was die SPD jetzt tun muss.

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