Hundehaltermonologe

Der Schwanz

„Der Schwanz von meinem Hund ist mega! Da kann ich dran ziehen, wenn er vornewegläuft!

 

Der Dieb

Eine Gruppe junger männlicher Migranten, irgendwie orientalisch, sitzt in der Wiese an der Isar. Ein junges deutsches Paar geht vorbei, mit zwei oder drei freilaufenden Hunden. Plötzlich Aufruhr, Auftritt Hundehalter, er brüllt. Die Migranten gestikulieren oder reden unverständlich, sind nicht zu verstehen:

Satz 1: „Was seid ihr denn für Arschlöcher! Ihr dürft den Hund doch nicht füttern. So was macht man nicht, das geht gar nicht!

Satz 2: „Ja, ich mein’s nicht so. Aber ihr müsst schon aufpassen, was ihr tut!“

Satz 3: „Was, er hat sich die Wurst geklaut? Eh, das tut mir echt leid, sorry Leute.“

Abgang.

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Scharnigg nölt

Lynx liest seit Kindesbeinen Zeitung und kein Tag vergeht, wo er nicht eine in die Finger kriegen muss. Über die Jahre gab es da viel zu entdecken und ist auch so manche Ernüchterung eingetreten. Besonders traurig ist es, wenn er den Eindruck bekommt, dass das, was er da so wunderbar geschrieben liest, nur eine Attitüde ist. Wenn etwas dringlich und authentisch tut, aber doch nur billiges Futter für eine allzu leicht abzuspeisende Leserschaft ist.

Heute früh zieht auf Zeit-Online der Artikel von Max Scharnigg vor seinen Augen vorbei: Weiß und wunderbar, eine Hymne auf das Winterleben im tiefverschneiten Oberbayern (als es das noch gab), heimelige Geschichten vom Schlitteln und Skifahren zwischen dem Fünfseenland (wo man es sich leisten können muss zu leben) und den Münchner Hausbergen. So voller Schmelz und Klischees, dass es auch in der Apothekenrundschau stehen könnte.

Heute abend hat die Süddeutsche Zeitung online einen Artikel ihres Redakteurs Max Scharnigg veröffentlicht, eine Polemik, wie sie es nennt: Mia san mia? Nein, blöd san mia. Eine Schimpftirade auf das provinzielle München, auf dieses bekanntermaßen größte Dorf und ein Vergleich voll schmachtender Sehnsucht mit anderen, wirklich tollen Städten wie Berlin oder Rom – ??? Auch hier liest man eigentlich nichts Neues und es werden nur die alten Vorurteile bedient. Wem ist damit gedient, außer der beruflichen Auslastung von Herrn Scharnigg?

Und Lynx wird das Gefühl nicht los, dass die eine Geschichte viel mehr mit der anderen zu tun hat, als dem guten Herrn Scharnigg bewusst ist. Jedenfalls nölt er rum, dass die Münchner sich in jeder freien Minute aufmachen in Richtung Alpen und darunter die Urbanität der Stadt ganz wesentlich leidet. Und dann schnappt er sich den Schlitten und fährt raus, dahin, wo die Welt noch so schön in Ordnung ist. Wo die geodelten Wiesen unter einer gnädigen Schneedecke kurze Winterruhe halten. Lynx war gestern im Park spazieren. Da sind die Kinder leidenschaftlich Schlitten gefahren, grad schön war’s. 

Ach Max – kann es sein, dass du ein Teil des Problems bist? Geh‘ mal raus und schau dich um.

Streicheleinheiten

In Alabama hat der Mann gewonnen, der die Mörder von minderjährigen Mädchen hinter Gitter bringt. Nicht derjenige, der sich an Mädchen vergeht. Die „Soccer Moms“ und die schwarze Community hätten den Ausschlag gegeben. Good news. Und Juliette Binoche findet, dass Männer viel zerbrechlicher sind „als wir glauben“:

„Unsere Wahrnehmung von Männlichkeit ist ja völlig deformiert. Wir suchen immer den starken Mann, den Beschützer, den Retter. […] Wir Frauen müssen diese Erwartung loslassen.“

Puuh, das entspannt. Fehlt nur noch eine ordentliche Erkältung. Der kanadische Arzt Kyle Sue hat viel Material gesammelt, mit dem er glaubhaft nachweisen kann, dass „Männergrippe“ keine Einbildung ist. Auch andere Wissenschaftler stützen inzwischen seine These. Männer leiden womöglich tatsächlich deutlich stärker unter viralen Infekten als Frauen und brauchen länger zur Genesung. Kathrin Zinkant berichtet davon und empfiehlt, „Männern echte Aufmerksamkeit zu schenken, wenn ein Virus sie niederstreckt“. Tut das gut. Weitermachen…

Heute erholen wir uns, atmen mal tief durch. Und morgen gehen wir wieder raus und räumen weiter auf, wenigstens den Dreck am Straßenrand, den der Spätherbststurm hergetragen hat.

Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 287 vom 14.12.2017

Odl

Schnee ist in Regen übergegangen, Frost ist weg, noch mehr Regen soll kommen: im Westen der Großstadt riecht es, als sei man in die Güllegrube gefallen. Dabei gibt es nahezu kein Dauergrünland in den näheren westlichen Außenbezirken. Fast nur abgeerntete Äcker. Und eine gültige Sperrfrist, also ein Ausbringungsverbot für Gülle. Was sagt das über den Zustand unserer doch so nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft? Doch eigentlich nur, dass die Ställe zu voll sind und dringend Druck abgelassen werden muss? Und mit meiner bescheidenen pflanzenbaulichen Vorbildung erlaube ich mir die Prognose, dass diese Gülle bzw. das enthaltene Nitrat nahezu vollständig ins Grundwasser entsorgt wird.


Bildrechte: Fahrzeugbilder.de, verändert: Lynx

Achse der Bettler

Beobachtungsquickie am Rande: aktuell sind fast alle rechten Blogs, die Lynx ausspäht, auf Betteltour unterwegs. Hat die jemand ausgeschickt? Wie all diese lumpig ausstaffierten Menschen, mutmaßlich aus Osteuropa, die überall an den Straßenecken ihr Jammerliedchen singen? Sie brauchen das Geld, diese billigen Huren der plumpen Sprüche für’s anspruchslose Volk. Manche heißen einfach wie sie heißen: David Berger, Jürgen Fritz. Andere geben sich phantasievolle Künstlernamen: Achse des Guten – ha. Selige Penetration! (pardon…). Alle betteln sie: gib mir dein Geld! Und ich werde dein trostsuchendes Gemüt noch gaaanz lange weiterf…..
Weniger derb ging es leider nicht. Lynx ist übrigens umsonst zu haben (wahrscheinlich weil er so alt, hässlich und gemein ist).

Nudeln in Hamburg

Lynx war unterwegs und ist hier und da eingekehrt. Mediterrane Küche ist in Hamburg sehr beliebt und die gute Sitte, Brot mit Olivenöl und Salz zu reichen, ist aufgefallen. Aber auch, dass Nudeln in Hamburg teigig serviert werden. Im gehobenen Hotelrestaurant, beim Fernsehkoch, im Sternerestaurant. Überall? Weiß ich nicht, aber auffällig war das schon. Mögen die Hamburger das so?