Deutschland 7 – AfD 1

Es war kein Freundschaftsspiel, aber auch kein Endspiel. Aus der Perfektionisten-Perspektive des FC Bayern lautet meine erste Spielanalyse: Nach den bisherigen Zu-Null-Spielen haben wir den Provinzverein etwas zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Die Keeperin hat gepatzt und die Abwehrarbeit war zu lax, etwas bräsig, um genau zu sein. Der Mannschaftsgeist dämmerte etwas in der herbstlichen Mittagssonne. Das werden wir ändern müssen: die Abläufe in der Defensive müssen wieder stringenter organisiert sein und wir müssen mehr Härte zeigen. Das schließt, so ist Fußball eben, den einen oder anderen Tritt ans Schienbein ein. Offensive Spielzüge des Gegners wollen wir im Keim ersticken, taktische Fouls gehören dazu.

In unserer eigenen Offensive sind wir nachwievor gut aufgestellt. Wenn es uns allerdings gelänge, das eine oder andere Tor mehr zu erzielen, dann könnte ein Spiel auch 10:1 oder 12:1 ausgehen, das wäre dann auch in Ordnung. Trotzdem: es war immer unser Anspruch, den Kasten sauber zu halten und zu null zu spielen. Darauf werden wir uns wieder stärker fokussieren.

Das Gegentor als Ehrentreffer zu bezeichnen, weigere ich mich. Dieser Treffer ist Ergebnis einer über-aggressiven Spielweise des Gegners gewesen. Und verdankt sich auch der Tatsache, dass beim Gegner Spieler auf dem Platz waren, die, nach meiner Meinung, in unserer Liga keine Spielerlaubnis haben. Ich hoffe, unsere Gerichte werden das sorgfältig prüfen und daran mitwirken, dass solche eklatanten Regelverstöße sich nicht wiederholen.

Ich will damit nicht ablenken von unseren Versäumnissen und abschließend noch einmal betonen, dass wir unser wieder mit mehr Konzentration ans Werk machen müssen, mit Kampfes- und Siegeswillen. Dies schließt aber ein, dass wir nicht-regelkonformes Verhalten des Gegners künftig sehr viel früher in den Blick nehmen  und vor Spielbeginn für einen fairen Wettkampf sorgen werden.

AfD wählen zementiert die ungeliebten Verhältnisse

…auch derjenige, der sich vielleicht nur aus Protest gegen diese vermeintliche Erstarrung der Verhältnisse für die AfD entscheidet, müsste eigentlich wissen, dass er damit genau das zementiert, was eine kräftige Wurzel der aktuellen Misere ist: die GroKo mit ihrer Nivellierung der Mitte, an deren Rändern Unmut wächst.

Besser kann man das nicht auf den Punkt bringen und man wünscht diesem Artikel maximale Verbreitung: Andreas Borcholte: Nichts ist entschieden, Spiegel-Online 23.09.2017

Andreas Borcholte fasst sehr gut zusammen, warum es gerade für die Unzufriedenen allemal mal besser ist, eine der anderen Parteien, egal welche, und nicht die AfD zu wählen: nur so werden die Chancen erhöht, dass Bewegung in das politische Geschehen kommt. Eine Wahl der AfD dagegen verfestigt das, was die Leute unzufrieden macht, ist also nicht einmal als Protest wirklich wirksam. Der Frust wächst weiter. Also Mut beweisen, oder Einsicht.

 

Schulz ohne Wähler

In diesem Blog wurde schon sehr früh die Hoffnung geäußert, Martin Schulz könne helfen, die AfD einzuhegen und frustrierte Wähler aus dem Arbeitermilieu wieder für die SPD zurückgewinnen. Peifendeckel. Nach einem Zwischenhoch hat sich die Erosion bei der SPD verstärkt. Die Situation wurde falsch eingeschätzt.

Das traditionelle Wählermilieu der SPD existiert nicht mehr. Es hat sich in den Ruhestand und danach verabschiedet oder es ist aus seinem wohlgeordneten Leben mit Festanstellung gefallen. Einzig für die Rentner hat die SPD noch genug anzubieten, sonst für niemanden – so ist die Wahrnehmung. Das ist nicht zukunftsfähig. Weiterlesen „Schulz ohne Wähler“

AfD stören

Die AfD stört und pöbelt auf Wahlkampfveranstaltungen herum, tut so, als sei unflätiges Benehmen eine Bürgertugend. Andererseits: bei AfD-Kundgebungen und sonstigen rechten Zusammenkünften wird in aller Regel versucht, die Veranstaltung mit gellenden „Nazis-raus“-Rufen zu übertönen. Ist das die richtige Strategie?

Warum gibt es bei Propagandaveranstaltungen der Neonazis, Faschisten und sonstigen Neuen Rechten zum Beispiel nicht spontane Standkonzerte der Blasmusik? Böhmische Märsche und Polkas gegen den braunen Mist! Man muss ihnen das wegnehmen, was sie als „deutsch“ für sich beanspruchen.