Warmes Bier

Mit Hausmitteln ist das ja so eine Sache. Aber warmes Bier bei Erkältungen ist ein Lifehack, der durchaus Beachtung verdient. Der Freitag hat mich daran erinnert. Dass ältere Klosterschwestern mit einem angewärmten Bier ihren Einzug ins Land der Träume ebnen, war mir bekannt, selber ausprobiert hatte ich es aber noch nie. Also warum nicht jetzt, geplagt von einer schmerzhaften Rachenentzündung und ewigem Hustenreiz? Es sind die ätherischen Öle und Bitterstoffe aus dem Hopfen, die schlaffördernd aber auch antibakteriell wirken, es soll aber nicht wärmer als 40° sein, damit die ätherischen Inhaltsstoffe nicht verdampfen. Der Alkoholgehalt ist freilich grundsätzlich kontraproduktiv, also vielleicht nicht gerade Starkbier verwenden.

Meine Erfahrung: es macht schläfrig. Besonders hilfreich fand ich, dass es mehr als jedes andere bisherige Mittel für Schleimbildung im Rachenraum gesorgt hat, es hat regelrecht „nachgeschäumt“ und damit den Rachen dauerhaft feucht gehalten. Ob sich das reproduzieren lässt? Für mich jedenfalls nicht die schlechteste Art, Augustiner Hell einzunehmen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich von Jakob Augstein und seinen Leuten noch etwas lernen könnte.